Prospektive doppelblinde randomisierte kontrollierte Studie zum Vergleich von konventioneller schablonenbasierter versus roboterarmassistierter medialer Schlittenprothetik (UKA)
Originaltitel: A prospective double-blinded randomized controlled trial comparing conventional jig-based versus robotic arm-assisted medial unicompartmental knee arthroplasty.
Klinische Zusammenfassung
Hintergrund: Diese prospektive, doppelblinde und randomisierte klinische Studie vergleicht die Implantationsgenauigkeit, die frühe funktionelle Erholung, patientenberichtete Endpunkte (PROMs) und Komplikationsraten bei navigierter konventioneller Schnittblock-Technik (CO UKA) versus roboterarmassistierter medialer Schlittenprothetik (RO UKA) bei symptomatischer medialer Gonarthrose.
Ergebnisse: Bei 107 randomisierten Patienten erzielte die roboterassistierte UKA eine signifikant höhere Präzision bei der Positionierung von Femur- und Tibiakomponente (jeweils p < 0,001). Zudem führte die Roboterassistenz zu signifikant reduzierten postoperativen Schmerzscores (p < 0,001), einem geringeren stationären Opioidbedarf (p = 0,008) und einem signifikant kürzeren Krankenhausaufenthalt (p = 0,004). Der Forgotten Joint Score (FJS) war nach 6 Monaten (p = 0,002) und 2 Jahren (p = 0,021) im Roboterarm-Kollektiv signifikant überlegen.
Klinische Relevanz: Die roboterassistierte mediale Schlittenprothese verbessert die operative Schnittgenauigkeit, beschleunigt die Frühmobilisation im stationären Verlauf und ermöglicht dem Patienten langfristig eine natürlichere Gelenkwahrnehmung im Alltag.