Hüftendoprothetik nach Resektion proximaler Femurtumoren bei Kindern: Einfluss von Alter und Artikulation auf das Implantatüberleben und Revisionsergebnisse
Originaltitel: Hip arthroplasty following proximal femoral tumour resection in children: the impact of age and articulation on implant survival and the outcomes following acetabular revision.
Klinische Zusammenfassung
Hintergrund: Nach Resektion maligner proximaler Femurtumoren bei Kindern und Jugendlichen ist die endoprothetische Rekonstruktion (PFEPR) die Standardmethode zum Extremitätenerhalt. Diese monozentrische Kohortenstudie analysiert bei 60 Patienten (Alter 2–16 Jahre, medianes Follow-up 12,6 Jahre) den Einfluss des Alters und des Artikulationstyps (Hemiarthroplastik [HA] vs. Totalendoprothese [THA]) auf das Langzeit-Implantatüberleben.
Ergebnisse: Bei präpubertären Kindern (≤ 12 Jahre) war das revisionsfreie Überleben unabhängig vom Prothesentyp gering (54 % nach 5 Jahren, 21 % nach 10 Jahren), wobei Subluxationen in über 50 % der HA-Fälle auftraten. Bei Adoleszenten (> 12 Jahre) wies die Totalendoprothese (THA) ein signifikant überlegenes 10-Jahres-Überleben im Vergleich zur HA auf (78 % versus 39 %, p = 0,048), begleitet von einem initialen Luxationsrisiko von 12 %.
Klinische Relevanz: Bei Jugendlichen ab dem 12. Lebensjahr bietet die primäre Totalendoprothese eine deutlich höhere Standzeit als die Hemiarthroplastik. Im Falle eines Versagens der Hemiarthroplastik stellt der Wechsel auf eine THA ein stabiles und dauerhaftes Revisionsverfahren dar.