Slope-reduzierende Osteotomie und Rückkehr zum Wettkampfsport nach VKB-Revisionsplastik bei Spitzenathleten
Originaltitel: Association of Slope-Reducing Osteotomy With Return to Preinjury Level of Sport After Failed Anterior Cruciate Ligament Reconstruction in Elite Athletes.
Klinische Zusammenfassung
Hintergrund: Ein steiler posteriorer Tibiaslope (PTS ≥ 10°) ist einer der entscheidenden biomechanischen Risikofaktoren für ein wiederholtes Rissversagen nach primärer vorderer Kreuzbandrekonstruktion (ACLR). Diese Multizenter-Studie analysiert das funktionelle Outcome und die Return-to-Sport-Rate bei Spitzenathleten nach kombinierter VKB-Revision und supratuberositärer slope-reduzierender Osteotomie (SRO).
Ergebnisse: 100 Prozent der untersuchten Leistungssportler erreichten ihr ursprüngliches Wettkampfniveau nach durchschnittlich 12,1 Monaten (postoperativer Tegner-Aktivitätsscore 9,7). Die subjektiven Kniescores verbesserten sich hochsignifikant (IKDC von 44,2 auf 92,3 Punkte; Lysholm von 46,8 auf 96,9 Punkte; p < 0,001). Der posteriore Tibiaslope wurde im Schnitt von 14,9° auf 4,5° reduziert, ohne dass Transplantatversagen oder schwere Komplikationen auftraten.
Klinische Relevanz: Die supratuberositäre slope-reduzierende Osteotomie in Kombination mit der Revisions-Kreuzbandplastik stellt bei Sportlern mit steilem Tibiaslope eine hocheffektive Maßnahme dar, um Transplantatüberlastungen zu verhindern und eine sichere Rückkehr in den Spitzensport zu gewährleisten.