Korrektur von Fehlstellungen nach Malleolarfrakturen: Gelenkerhalt durch stadiengerechte Rekonstruktionsosteotomie
Originaltitel: Correction of malunited medial and lateral malleolar fractures.
Klinische Zusammenfassung
Hintergrund: Fehlverheilte Sprunggelenksfrakturen des Innen- oder Außenknöchels mit Verkürzung, Achsabweichung oder Malrotation führen zu einer pathologischen Druckkonzentration im oberen Sprunggelenk (OSG) und konsekutiver Arthrose. Die Rekonstruktionsosteotomie bietet bei erhaltener Restbeweglichkeit eine gelenkerhaltende Alternative zur Versteifung oder Endoprothese.
Methodik & Planung: Vor der Korrektur ist eine 3D-CT-Analyse im Seitenvergleich zur gesunden Gegenseite obligat. Je nach Fehlstellung umfasst das operative Vorgehen Verlängerungsosteotomien der Fibula mit Beckenkammspaninterposition, Torsionskorrekturen sowie Korrekturen des medialen Malleolus.
Klinische Relevanz: Eine zeitnahe Revision (< 6 Monate nach Primärtrauma) erzielt die besten Ergebnisse. Doch auch bei mehrjährigem Intervall kann eine Korrekturosteotomie bei erhaltener Gelenklinie Schmerzen signifikant reduzieren und eine OSG-Arthrodese langfristig abwenden.