Mikrochirurgische Nervenrekonstruktion, Replantation, Handgelenksarthroskopie, Skaphoidchirurgie, Dupuytren und Endoprothetik der Fingergelenke.
Mikrochirurgische Nervenrekonstruktion, Replantation, Handgelenksarthroskopie, Skaphoidchirurgie, Dupuytren und Endoprothetik der Fingergelenke.
Tätigkeit an akkreditierten europäischen Handtraumazentren mit 24/7 Replantations- und Notfallbereitschaft.
Einsatz von OP-Mikroskopen für mikrochirurgische Nerven- und Gefäßnähte (Fadengröße 9-0 bis 11-0).
Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Qualifikationen, OP-Katalogen, G-BA Mindestmengen und DACH-Standards.
Ein FESSH Hand Trauma Center muss an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr (24/7) aufnahme- und operationsbereit für komplexe Handtraumata und Replantationen sein. Es erfordert mindestens 3 Handchirurgen mit europäischem Diplom (EBHS) oder nationaler Anerkennung, eine lückenlose mikrochirurgische Ausstattung und definierte Mindestfallzahlen an Notfalleingriffen.
Ein vaskularisierter Knochenspan (z. B. von der distalen Radius-Streckseite über die 1,2 intercompartmental supraretinacular artery) ist indiziert, wenn das proximale Skaphoidfragment avaskulär ist (keine intraoperative Blutung) oder vorangegangene konventionelle Spongiosaplastiken (Matti-Russe) gescheitert sind.
Die PRC (Resektion von Kahnbein, Mondbein und Dreiecksbein) ist technisch einfacher und benötigt keine Fusionszeit, setzt jedoch einen intakten Knorpelüberzug am Kopfbein und an der Radiusgelenkpfanne voraus. Die Four-Corner-Fusion (Resektion des Kahnbeins und Verschraubung von Mond-, Kopf-, Haken- und Dreiecksbein) ist auch bei fortgeschrittener Arthrose zwischen Mond- und Kopfbein durchführbar und bietet hohe Kraftübertragung.
Bewerber für die EBHS-Prüfung (European Board of Hand Surgery) müssen den nationalen Facharzttitel für O&U oder Plastische Chirurgie besitzen, die Weiterbildung in Handchirurgie abgeschlossen haben, einen detaillierten Operationskatalog vorweisen und eine anspruchsvolle zweitägige theoretische und praktische Prüfung in englischer Sprache bestehen.
Eingriffe wie die Karpaltunnelspaltung (KTS), Ringbandspaltungen bei Schnappfingern, Sehnenfachspaltungen bei Tendovaginitis de Quervain, Ganglionexzisionen und perkutane Nadelfasziotomien bei Morbus Dupuytren sind im AOP-Katalog der Kategorie 1 zugeordnet und werden fast ausnahmslos ambulant durchgeführt.
Möchten Sie im Active Sourcing diskret als Handchirurg / Facharzt für Handchirurgie kontaktiert werden? Anonymes Profil anlegen →
Chirurgische und konservative Spezialisierungen mit hohem fachlichem Schnittmengenbereich:
Vakanzen im Bereich Handchirurgie & Mikrochirurgie nach ärztlicher Weiterbildungs- und Führungsstufe:
Gezielte Standortsuche für Handchirurgie in führenden Ballungsräumen:
Ausgewogenes Spektrum aus hochkomplexen stationären Rekonstruktionen und lukrativem ambulantem Operieren.
Gehälter von 100.000 € bis 230.000 € in Kliniken sowie überdurchschnittliche Ertragschancen in Praxiskliniken.
100.000 € – 230.000 €
Handchirurgen im Krankenhaus erhalten TV-Ärzte EG II/III mit Rufbereitschaftszuschlägen. In spezialisierten Praxiskliniken und Belegabteilungen bieten sich herausragende Einkommensperspektiven durch ambulantes Operieren.
100.000 € – 230.000 € (TV-Ärzte EG II/III zzgl. Replantationspauschalen)
95.000 € – 215.000 € (Spitalsärzte-Grundgehalt zzgl. Additivfach-Pool)
180.000 CHF – 310.000 CHF (FMH-Fachärzte in Praxis oder Spital)
Die Handchirurgie ist die Königsdisziplin der operativen Präzision. Unter dem OP-Mikroskop erfolgen epineurale und perineurale Koaptationen peripherer Nerven mit ultrafeinen Fäden (9-0 bis 11-0) sowie autologe Nerventransplantate (z. B. N. suralis) oder künstliche Nervenleitschienen (Conduits). Im Rahmen von Notfalldiensten fordern Replantationen von amputierten Fingern, Daumen oder der gesamten Hand mikrovaskuläre Gefäßanastomosen zur Wiederherstellung der arteriellen Perfusion und des venösen Rückstroms. Freie mikrochirurgische Gewebetransfers (ALT-Lappen, Leistenlappen) dienen der Weichteildeckung bei ausgedehnten Substanzdefekten.
Erkrankungen und Verletzungen der Handwurzel verlangen exaktes anatomisches Verständnis. Bei frischen Skaphoidfrakturen ermöglicht die minimalinvasive perkutane Herbert-Schraubenosteosynthese eine rasche Heilung. Skaphoidpseudarthrosen werden mit vaskularisierten Knochenspänen (z. B. nach Zaidemberg / 1,2-ICSRA) oder Matti-Russe-Plastiken saniert. Bei karpalen Bandinstabilitäten (SL-Bandruptur nach Brunelli) oder fortgeschrittenen Arthrosen (SLAC-/SNAC-Wrist) bieten Rettungsoperationen wie die Mediokarpale Teilarthrodese (Four-Corner-Fusion) oder die Proximal Row Carpectomy (PRC) schmerzarme Stabilität bei verbliebener Restbeweglichkeit.
Zu den häufigsten degenerativen Erkrankungen zählt die Rhizarthrose des Daumensattelgelenks. Neben der bewährten Resektions-Suspensionsarthroplastik nach Epping gewinnt die minimalinvasive Daumensattelgelenk-Endoprothetik (Dual-Mobility-Prothesen) rasch an Bedeutung. Bei fortgeschrittener Arthrose der Fingergelenke (PIP/DIP) stehen Swanson-Silikonspacer, Oberflächenersatzprothesen oder stabile Arthrodesen zur Verfügung. Die Dupuytren-Kontraktur wird je nach Stadium mittels partieller Aponeurektomie oder perkutaner Nadelfasziotomie (PNF) versorgt.
Akkreditierte Handzentren unterliegen strengen Qualitätsaudits der Federation of European Societies for Surgery of the Hand (FESSH) und der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie (DGH). Ein FESSH European Hand Trauma Center erfordert eine ununterbrochene 24/7-Bereitschaft zur mikrochirurgischen Replantation und mindestens 3 voll qualifizierte Handchirurgen. Im Bereich der Berufsgenossenschaften qualifizieren sich spezialisierte Abteilungen für das Schwerstverletzungsartenverfahren Hand (SAV Hand) der DGUV.
Die handchirurgische Weiterbildung unterscheidet sich im DACH-Raum grundlegend: In Deutschland ist die Handchirurgie eine 36-monatige Zusatzweiterbildung nach dem Facharzt für O&U oder Plastische Chirurgie. In der Schweiz hingegen existiert der eigenständige 6-jährige Facharzttitel „Facharzt für Handchirurgie FMH“. In Österreich ist die Handchirurgie als Additivfach verankert. Handchirurgen erzielen in Kliniken Gehälter von 100.000 € bis 230.000 €; im ambulanten operativen Sektor (Belegarztsystem, ambulante OP-Zentren) liegen die Einkünfte häufig noch deutlich höher (in der Schweiz 180.000 CHF bis 310.000 CHF).
Legen Sie Ihr anonymes Profil an und lassen Sie sich direkt von Chefärzten und Klinikdirektoren kontaktieren.