Moderne inverse und anatomische Schulterendoprothetik, 3D-Navigation, arthroskopische Rotatorenmanschettenrekonstruktion, Latarjet und Ellenbogenarthrolyse.
Moderne inverse und anatomische Schulterendoprothetik, 3D-Navigation, arthroskopische Rotatorenmanschettenrekonstruktion, Latarjet und Ellenbogenarthrolyse.
Strukturierte Weiterbildung zum zertifizierten Schulter- und Ellenbogenchirurgen der DVSE (Basiszertifikat & Expertenzertifikat).
CT-basierte 3D-Präoperativplanung, patientenspezifische Schablonen (PSI) und BIO-RSA-Konzepte.
Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Qualifikationen, OP-Katalogen, G-BA Mindestmengen und DACH-Standards.
Das Scapular Notching entsteht durch das mechanische Anschlagen des Prothesenschafts an den unteren Scapulahals bei Adduktion. Das BIO-RSA-Konzept (Bony Increased Offset) platziert einen zylinderförmigen Knochenspan aus dem resezierten Humeruskopf unter die Glenosphäre. Dadurch wird das Rotationszentrum lateralisiert, der Bewegungsumfang vergrößert und das Notching nachweislich verhindert.
Ein knöcherner Glenoiddefekt von mehr als 15 bis 20 % der Gelenkfläche (oder ein Defekt außerhalb des „Inverted-Pear“-Formats) führt bei reinem Weichteil-Bankart-Repair zu inakzeptabel hohen Rerupturraten von bis zu 40–50 %. In diesen Fällen ist der Latarjet-Korakoidtransfer oder ein freier Beckenkammspan absolut indiziert.
Der Latissimus-dorsi-Transfer ist indiziert bei biologisch und mechanisch irrekonstruierbaren Rupturen der postero-superioren Rotatorenmanschette (Supraspinatus und Infraspinatus) bei jüngeren, aktiven Patienten unter 65 Jahren, sofern der M. subscapularis intakt ist und noch keine fortgeschrittene Omarthrose vorliegt.
Das DVSE-Basiszertifikat erfordert den Facharzttitel für O&U, curriculare Kurse an DVSE-Patronatsstätten und den Nachweis von mindestens 150 Schulter- und Ellenbogeneingriffen. Das Expertenzertifikat setzt mindestens 5 Jahre Schwerpunktpraxis, über 300 komplexe Eingriffe (Endoprothetik, Revisionschirurgie, Sehnentransfers) sowie wissenschaftliche Beiträge voraus.
Als moderner Goldstandard gilt die anatomische Refixation über einen minimalinvasiven anterioren Single-Incision-Zugang. Die Sehne wird mittels eines intramedullären Kortikalis-Buttons (z. B. BicepsButton) an der Tuberositas radii verankert und durch eine zusätzliche bioresorbierbare oder PEEK-Interferenzschraube für eine frühfunktionelle Nachbehandlung stabilisiert.
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Chirurgische und konservative Spezialisierungen mit hohem fachlichem Schnittmengenbereich:
Vakanzen im Bereich Schulter- & Ellenbogenchirurgie nach ärztlicher Weiterbildungs- und Führungsstufe:
Gezielte Standortsuche für Schulter & Ellenbogen in führenden Ballungsräumen:
Arthroskopische Manschettenrekonstruktionen (Double-Row), Superior Capsular Reconstruction (SCR) und Sehnentransfers.
Attraktive Vergütung nach TV-Ärzte sowie AT- und Poolbeteiligungen für erfahrene Operateure (105.000 € – 250.000 €).
105.000 € – 250.000 €
Schulter- und Ellenbogenchirurgen erzielen an spezialisierten Zentren und Sportkliniken attraktive übertarifliche Vergütungen. Sektionsleiter und leitende Operateure verhandeln OP-Boni und AT-Poolvereinbarungen.
105.000 € – 250.000 € (TV-Ärzte EG III zzgl. AT-Zulagen und OP-Pool)
100.000 € – 230.000 € (Spitalsärzte-Gehaltsschema zzgl. Sonderklasse)
185.000 CHF – 320.000 CHF (Kaderärzte an orthopädischen Kliniken)
Die Schulterendoprothetik verzeichnet dank moderner Implantatdesigns die höchsten Zuwachsraten der Gelenkchirurgie. Bei erhaltener, funktionsfähiger Rotatorenmanschette und isolierter Omarthrose kommt die schaftfreie (stemless) anatomische Schulter-TEP zum Einsatz. Bei Defektarthropathien mit irrekonstruierbarer Manschette hat die inverse Schulterprothese (Reverse Shoulder Arthroplasty – RSA) die Versorgung revolutioniert. Durch Umkehrung des Kugel-Pfanne-Prinzips nach Grammont wird das Drehzentrum medialisiert und der Deltamuskel vorgespannt. Moderne Lateralisierungs- und BIO-RSA-Konzepte (Knochenspan-Unterfütterung der Glenosphäre) verhindern das gefürchtete Scapular Notching.
Die arthroskopische Reparatur von Sehnenrupturen der Rotatorenmanschette (Supraspinatus, Infraspinatus, Subscapularis) erfolgt routinemäßig über knotenlose Fadenankersysteme in Double-Row- oder Suture-Bridge-Technik. Bei massiven, irrekonstruierbaren Rupturen ohne schwere Arthrose bietet die Superior Capsular Reconstruction (SCR) mit autologem Fascia-lata-Transplantat oder allogenen Kollagenmatrizen eine anatomische Zentrierung. Als dynamische Alternative rekonstruieren Sehnentransfers (Latissimus-dorsi-Transfer bei postero-superiorem Defekt, Pectoralis-major-Transfer bei anteriorem Defekt) die Schulterfunktion.
Rezidivierende Schulterluxationen bei jungen Sportlern führen häufig zu kombinierten Weichteil- und Knochendefekten. Während reine Kapsel-Labrum-Läsionen über ein arthroskopisches Bankart-Repair versorgt werden, erfordern Glenoiddefekte von über 15–20 % ein knöchernes Rekonstruktionsverfahren. Die Latarjet-Operation (Transfer des Processus coracoideus mit der Sehne der kurzen Bizepsköpfe an den vorderen Glenoidrand) bietet durch den Dreifach-Block-Effekt maximale Stabilität. Bei tiefen Hill-Sachs-Dellen verhindert das Remplissage-Verfahren das Einhaken am Pfannenrand.
Der Ellenbogen gilt aufgrund seiner kongruenten knöchernen Führung als anspruchsvollstes Gelenk der oberen Extremität. Posttraumatische Bewegungseinschränkungen werden durch arthroskopische oder offene Arthrolysen mit Kapselresektion erfolgreich behandelt. Bei Radiusköpfchenfrakturen (Mason III/IV) sichert die modulare Radiusköpfchenprothese die Stabilität gegenüber Valgus- und Längsbelastung. Bei distalen Bizepssehnenrupturen gewährleistet die anatomische Refixation mittels Kortikalis-Button und Interferenzschraube rasche Einheilung. Bei destruierten Gelenken kommt die gekoppelte oder ungekoppelte Ellenbogen-TEP (z. B. Coonrad-Morrey) zum Einsatz.
Die Deutsche Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie (DVSE) setzt mit ihrem Zertifizierungscurriculum (Basiszertifikat und Expertenzertifikat) und dem Deutschen Schulter- und Ellenbogenregister höchste Qualitätsmaßstäbe. Kliniken qualifizieren sich als DVSE-Schulterzentrum (Level I bis III). In der Schweiz bildet die Arbeitsgruppe Schulter/Ellenbogen von swiss orthopaedics das fachliche Pendant. Die Gehälter für Fachärzte und Oberärzte liegen in Deutschland bei 105.000 € bis 250.000 €, in Österreich bei 100.000 € bis 230.000 € und in der Schweiz bei 185.000 CHF bis 320.000 CHF.
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