Spezialisierte Behandlung kindlicher Skelettdeformitäten, Hüftdysplasie, Klumpfußbehandlung nach Ponseti, Ganglabor und Zerebralparese.
Spezialisierte Behandlung kindlicher Skelettdeformitäten, Hüftdysplasie, Klumpfußbehandlung nach Ponseti, Ganglabor und Zerebralparese.
Tätigkeit an spezialisierten kinderorthopädischen Kliniken und Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ).
Dreifache Beckenosteotomie nach Tönnis, Periazetabuläre Osteotomie (PAO nach Ganz) und Dega/Salter-Verfahren.
Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Qualifikationen, OP-Katalogen, G-BA Mindestmengen und DACH-Standards.
Typ IIc (gefährdete Hüfte, Alphawinkel 43°–49°) und Typ D (dezentrierende Hüfte) erfordern eine sofortige konservative Retentionsbehandlung, meist mit einer Spreizschiene (z. B. Tübinger Schiene). Typ III (echte Hüftluxation) erfordert eine schonende geschlossene Reposition (z. B. Fettweis-Gips in Human-Position) oder bei Repositionshemmnissen eine offene Reposition mit Pfannendachplastik.
Die modifizierte Dunn-Osteotomie über eine chirurgische Hüftluxation nach Ganz wird bei hochgradigem akutem oder chronischem Abrutschen der Femurkopfepiphyse (Südwinkel > 45°) indiziert. Sie ermöglicht die anatomische Reposition unter direkter Visualisierung der retinakulären Gefäße und minimiert das Risiko einer avaskulären Femurkopfnekrose.
Eine kleine Titan-Achterplatte wird extraperiostal über der Wachstumsfuge (medial bei Genu valgum, lateral bei Genu varum) fixiert. Durch das asymmetrische Blockieren des Wachstums auf einer Seite begradigt das natürliche Längenwachstum der gegenüberliegenden Fugenseite die Achse kontinuierlich. Nach Erreichen der Neutralachse wird die Platte entfernt.
Single-Event Multilevel Surgery bündelt alle notwendigen Korrekturen an Weichteilen und Knochen beider Beine in einer einzigen OP-Sitzung. Dadurch wird das Kind vor wiederholten Immobilisationsphasen bewahrt und kann nachfolgend in einer einzigen intensiven Rehabilitationsphase sein Gangbild stabilisieren.
Die Zusatzweiterbildung erfordert nach dem Facharzt für O&U eine 18-monatige Spezialausbildung an einer befugten Weiterbildungsstätte. Das Spektrum umfasst die Sonographie der Säuglingshüfte, konservative und operative Deformitätenkorrekturen, Klumpfußtherapien sowie die Behandlung kindlicher Traumata und neuromuskulärer Erkrankungen.
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Chirurgische und konservative Spezialisierungen mit hohem fachlichem Schnittmengenbereich:
Vakanzen im Bereich Kinderorthopädie & Deformitätenkorrektur nach ärztlicher Weiterbildungs- und Führungsstufe:
Gezielte Standortsuche für Kinderorthopädie in führenden Ballungsräumen:
Modernste Bewegungsanalyse und Single-Event Multilevel Surgery (SEMLS) bei spastischer Zerebralparese.
Hervorragende Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit Tarif- und AT-Vergütung (95.000 € – 210.000 €).
95.000 € – 210.000 €
Kinderorthopäden profitieren von geregelten Arbeitszeiten und planbaren OP-Plänen. Die Vergütung richtet sich nach TV-Ärzte EG II/III mit übertariflichen Zulagen an universitären Zentren und Spezialabteilungen.
95.000 € – 210.000 € (TV-Ärzte VKA/TdL zzgl. Rufbereitschaften)
90.000 € – 195.000 € (Spitalsärzte-Dienstrechte der Bundesländer)
175.000 CHF – 245.000 CHF (Kaderärzte an Kinderspitälern)
Die Kinderorthopädie erfordert fundiertes biomechanisches Verständnis des wachsenden Skeletts. Die frühzeitige Sonographie der Säuglingshüfte nach Graf (Typ I bis IV) ermöglicht die rechtzeitige konservative Behandlung (Tübinger Schiene, Pavlik-Bandage). Bei persistierender Dysplasie oder Luxation kommen stadiengerechte offene Repositionen und Beckenosteotomien zum Einsatz: Salter-, Dega- oder Pemberton-Osteotomien im Kleinkindalter sowie die Dreifache Beckenosteotomie nach Tönnis oder die periazetabuläre Osteotomie (PAO nach Ganz) bei Jugendlichen. Bei Morbus Perthes und Epiphyseolysis capitis femoris (ECF) zielen Korrekturosteotomien (z. B. Dunn-OP über chirurgische Hüftluxation) auf den dauerhaften Gelenkerhalt ab.
Die Behandlung des angeborenen Klumpfußes hat durch die Ponseti-Methode eine weltweite Standardisierung erfahren. Die Kombination aus sanfter manueller Redression, wöchentlichen Oberschenkel-Gipsen und der perkutanen Achillessehnentenotomie in Lokalanästhesie führt in über 90 % der Fälle zu voll belastbaren, schmerzfreien Füßen ohne invasive Weichteileingriffe. Eine mehrjährige Abduktionsschienen-Behandlung (Mitchell/Denis Browne) bis zum 4. Lebensjahr sichert das Ergebnis, während bei dynamischer Supination der Tibialis-anterior-Sehnentransfer (TATT) indiziert ist.
In der Neuroorthopädie werden Kinder und Jugendliche mit Zerebralparese, Spina bifida oder neuromuskulären Erkrankungen interdisziplinär betreut. Die computergestützte 3D-Ganganalyse liefert objektive kinematische und kinetische Daten zur Indikationsstellung. Das Konzept der Single-Event Multilevel Surgery (SEMLS) bündelt Weichteil- und Knocheneingriffe (Sehnenverlängerungen, Sehnentransfers, Derotationsosteotomien) in einer einzigen Narkose, um repetitive Krankenhausaufenthalte zu vermeiden und das Gehvermögen (GMFCS I–IV) dauerhaft zu stabilisieren.
Chirurgische Eingriffe am wachsenden Skelett nutzen das biologische Wachstumspotenzial. Die temporäre Hemiepiphysiodese mittels Eight-Plates oder PediPlates ermöglicht elegante, schonende Achskorrekturen bei Genu varum oder valgum ohne Osteotomie. Bei angeborenen oder posttraumatischen Beinlängendifferenzen kommen externe Ringfixateure (Taylor Spatial Frame [TSF], Ilizarov) oder voll implantierbare magnetische Distraktionsmarknägel (z. B. PRECICE) zur Kallusdistraktion zum Einsatz.
Die Kinderorthopädie zeichnet sich durch hochgradig planbare elektive Arbeitsabläufe und ein sehr positives Arbeitsklima aus. In Deutschland ist die Zusatzweiterbildung „Kinder- und Jugend-Orthopädie“ (18 Monate) bei den Landesärztekammern etabliert. In der Schweiz führt das SIWF den zweijährigen „Schwerpunkt Pädiatrische Orthopädie“ nach dem FMH-Facharzt. Die Gehälter für Fach- und Oberärzte liegen in Deutschland bei 95.000 € bis 210.000 €, in Österreich bei 90.000 € bis 195.000 € und in der Schweiz bei 175.000 CHF bis 245.000 CHF.
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