Akuttraumatologie, Schockraummanagement (ATLS), Becken- & Azetabulumchirurgie, Alterstraumatologie (ATZ) und DGUV-Heilverfahren (SAV).
Akuttraumatologie, Schockraummanagement (ATLS), Becken- & Azetabulumchirurgie, Alterstraumatologie (ATZ) und DGUV-Heilverfahren (SAV).
Tätigkeit an akkreditierten Lokalen, Regionalen und Überregionalen Traumazentren mit 24/7 Notfallversorgung.
Volle Zulassung für das Verletzungsartenverfahren (VAV) und Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) der Berufsgenossenschaften.
Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Qualifikationen, OP-Katalogen, G-BA Mindestmengen und DACH-Standards.
Ein Regionales Traumazentrum (RTZ) muss einen voll ausgestatteten Schockraum, eine Notfall-OP-Kapazität und ein 24/7 CT vorhalten. Ein Überregionales Traumazentrum (ÜTZ) fordert mindestens zwei parallele Schockraum-Teams, ständige 24/7-Präsenz von Neurochirurgie, Herz-Thorax-Chirurgie und interventioneller Radiologie, Intensivstations-Sonderkapazitäten sowie einen Hubschrauber-Dauerlandeplatz.
Die Umstellung auf DCO erfolgt bei instabilen Polytrauma-Patienten im Schockzustand (Laktat > 2,5 mmol/l, pH < 7,24, Thrombozyten < 90.000, schwere Hypothermie < 34 °C oder massives Weichteiltrauma). Statt langwieriger definitiver Osteosynthesen wird die Fraktur schnell per Fixateur externe überbrückt, um das Immunsystem nicht durch ein operatives Second-Hit-Trauma zu überlasten.
Der Durchgangsarzt muss Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Zusatzbezeichnung Spezielle Unfallchirurgie sein, an einer für das Heilverfahren zugelassenen Klinik oder Praxis tätig sein und über persönliche apparative Ausstattung (Röntgen, Notfall-OP) und unfallchirurgische Fallzahlen verfügen.
Das ATZ fordert eine tägliche gemeinsame interdisziplinäre Visite von Unfallchirurg und Geriater, ein standardisiertes Delir- und Sturzrisiko-Screening, ein einheitliches OP-Konzept für die Versorgung proximaler Femurfrakturen innerhalb von 24 Stunden sowie die enge Einbindung von Physiotherapie und Sozialdienst ab Tag 1 postoperativ.
In Deutschland schließt sich an den 72-monatigen Facharzt für O&U eine 24-monatige Schwerpunktweiterbildung Spezielle Unfallchirurgie an. In Österreich wurde mit der ÄAO 2015 ein 72-monatiger Gesamt-Facharzt für Orthopädie und Traumatologie etabliert. In der Schweiz vergibt das SIWF den 3-jährigen Schwerpunkt „Traumatologie“ im Anschluss an den 6-jährigen FMH-Facharzttitel.
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Chirurgische und konservative Spezialisierungen mit hohem fachlichem Schnittmengenbereich:
Vakanzen im Bereich Unfallchirurgie & Traumatologie nach ärztlicher Weiterbildungs- und Führungsstufe:
Gezielte Standortsuche für Unfallchirurgie in führenden Ballungsräumen:
Interdisziplinäre orthogeriatrische Komplexbehandlung mit standardisierten Pfaden für geriatrische Frakturen.
Gehälter von 105.000 € bis 240.000 € zzgl. Schockraum- und Notarztdienstvergütungen und D-Arzt-Beteiligungen.
105.000 € – 240.000 €
Unfallchirurgische Fach- und Oberärzte erhalten nach TV-Ärzte Entgeltgruppe II/III ein solides Grundgehalt, das durch Notarzt-, Schockraum- und Rufbereitschaftsdienste sowie D-Arzt-Poolbeteiligungen signifikant ansteigt.
105.000 € – 240.000 € (TV-Ärzte EG II/III zzgl. Dienstzulagen und BG-Boni)
100.000 € – 215.000 € (AUVA- und Spitalsärzte-Dienstrechte)
190.000 CHF – 300.000 CHF (Trauma-Kaderärzte an Level-1-Zentren)
Die Unfallchirurgie erfordert chirurgische Entschlusskraft und höchste Notfallkompetenz. Bei polytraumatisierten Patienten greift das strukturierte Schockraummanagement nach ATLS- (Advanced Trauma Life Support) und ETC-Standards. Ein Kernkonzept moderner Traumazentren ist die Differenzierung zwischen Damage Control Orthopedics (DCO: temporäre Fixateur-externe-Anlage, Dekompression und Blutstillung) und Early Total Care (ETC: definitive primäre Osteosynthese), um das gefürchtete Second-Hit-Phänomen bei pulmonal oder hämodynamisch instabilen Patienten abzuwenden.
Die definitive Versorgung von Knochenbrüchen basiert weltweit auf den Prinzipien der Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen (AO Trauma). Zum Repertoire gehören winkelstabile Plattenosteosynthesen (LCP) in minimalinvasiver Technik (MIPO) sowie antegrade und retrograde Marknagelsysteme (z. B. PFNA, T2, RIA-System) an den langen Röhrenknochen. Komplexe Becken- und Azetabulumfrakturen werden nach der Judet-Letournel-Klassifikation eingeteilt und über standardisierte Zugangswege (modifizierter Stoppa, ilioinguinal) versorgt.
Die flächendeckende Schwerverletztenversorgung in Deutschland ist über das TraumaNetzwerk DGU organisiert. Traumazentren werden als Lokales (LTZ), Regionales (RTZ) oder Überregionales Traumazentrum (ÜTZ) zertifiziert. Überregionale Zentren halten zwei Schockräume, Notfall-OPs, Intensivbetten und einen Hubschrauberlandeplatz 24/7 bereit. Eine Schlüsselrolle spielen das Durchgangsarzt-System (D-Arzt) und die BG-Zulassungen nach dem Verletzungsartenverfahren (VAV) und Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV).
Der demografische Wandel führt zu einem massiven Anstieg osteoporotischer Frakturen bei hochbetagten Patienten. Das AltersTraumaZentrum DGU (ATZ) etabliert eine strukturierte orthogeriatrische Komplexbehandlung. Ziel ist die vollbelastungsstabile Versorgung hüftgelenksnaher Femurfrakturen innerhalb von 24 Stunden (zementierte Duokopfprothesen, PFNA-Nägel) zur Vermeidung von Immobilität und Delir. Fragilitätsfrakturen des Beckens (FFP nach Rommens) werden stadiengerecht perkutan zementaugmentiert oder verschraubt.
In Deutschland führt der Weg zum unfallchirurgischen Operateur über den Facharzt für O&U und die 24-monatige Schwerpunktweiterbildung „Spezielle Unfallchirurgie“. In Österreich wurde mit der ÄAO 2015 der neue Facharzt für Orthopädie und Traumatologie geschaffen; das dortige Traumawesen ist primär über die UKH der AUVA (z. B. Wien Meidling, Linz, Graz) strukturiert. In der Schweiz koordinieren das Swiss Trauma Board (STB) und die Suva die 12 überregionalen Traumazentren. Gehälter bewegen sich in Deutschland bei 105.000 € bis 240.000 € zzgl. Dienstzulagen, in Österreich bei 100.000 € bis 215.000 € und in der Schweiz bei 190.000 CHF bis 300.000 CHF.
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